Der Griss um den Steckerlfisch

Bio Fisch auf einem Stecken. Was willst du mehr?

Ich liebe die lauen Sommerabende in Wien. Vor allem wenn ich die Zeit mit meinen Freunden bei einem Bier nützen kann. Unweit des Schwedenplatzes und abseits des Trubels hat sich bereits vor sieben Jahren die Hafenkneipe neben der Franzensbrücke niedergelassen und gilt bisher als Platzhirsch in diesem Gebiet.

 

Der Ausblick von der Hafenkneipe Richtung Schwedenplatz
Der Ausblick von der Hafenkneipe Richtung Schwedenplatz

 

Hafenkneipe ohne Hafen? Die Kneipe reicht allemal!

Während sich weiter im Zentrum die Massen um die letzten Plätze im Sand duellieren, werden bei der Hafenkneipe vor allem Bierbänke und ausgepolsterte Betonfundamente als Sitzplätze verwendet. Der Besuch lässt sich übrigens sehr gut mit einer Fahrt auf einem Segway verbinden.

Die Stimmung ist hier sehr familiär und selbst als Erst-Besucher fühlten wir uns sofort willkommen. Wie der Name entstanden ist, bleibt jedoch unklar. Schließlich findet sich kein Hafen in der Nähe, nur die vorbeisausenden Schiffe der Twin City Liner lassen erahnen, dass zumindest in der Nähe eine Anlegestation ist.

Bier vom Fass gibt es für € 3,80 (eine angeblich hohe Erhöhung in den letzten Jahren). Mit dem Schremser Bier aus dem Waldviertel ist den Betreibern eine gute Wahl gelungen. Einen Euro Pfand für das Glas finde ich auch in Ordnung, falls Jemand ein Krügerl für zu Hause braucht. Zudem gibt es eine kleine aber feine Auswahl an Cocktails und das Schwechater Zwickls aus der Flasche.

 

Steckerlfisch an der Hafenkneipe - Spartanisch saftig
Steckerlfisch an der Hafenkneipe – Spartanisch saftig

Das Highlight schlechthin ist jedoch der Steckerlfisch, der den Beinamen Bio trägt. Gereicht wird dieser auf einem Blatt Papier, garniert mit einer Zitrone und Brot nach Lust und Laune. Als Extra gibt es eine Variante eines Gurkensalats.

Der Gang zur Hafenkneipe lohnt sich für den Steckerlfisch, ist das Angebot im restlichen Wien doch Mager was solche Spezialitäten betrifft. Geschmacklich befindet sich der Steckerlfisch auf einem hohen Niveau, schön saftig ist auch der Preis. Für €11 gehört die Makrele dir. Kein Schnäppchen aber noch an der Grenze und ein auseichender Happen für zwei Personen, wenn der Hunger kleiner ist als der Gusto.

Die Toiletten befinden sich unweit der Hafenkneipe hinter einem Spielplatz und sind gratis zu benützen. Der männlichen Zunft reicht es, die Damen sollten sich eher nicht hinsetzen.

Alles in allem hatten wir einen gelungenen Abend an der Hafenkneipe und werden sicher wieder vorbeikommen. Der Sommer beginnt erst und ein Steckerlfisch in Ehren,….., na du weißt schon. Übrigens: In nur zehn Minuten Fußweg erreichst du die Pizzeria Fiorino, die vielleicht die besten Pizzen und Spareribs Wiens bietet.

 

Ort: Donaukanal, nebst zur Franzensbrücke (Strassenbahn O)

Öffnungszeiten (bei Schönwetter): 16 Uhr bis Mitternacht

Web: Hafenkneipe auf Facebook

 

Warst du schon selber bei der Hafenkneipe? Wie hat es dir dort gefallen?

Über Thomas 28 Artikel
Thomas (31) - Ich habe schon ein wenig von der Welt gesehen, aber ich bleibe dabei: Wien ist mit seinem Angebot die schönste und beste Stadt der Welt. Die Schätze gehören also erkundet und deshalb ließt du hier meine Beiträge. Es ist die Leidenschaft zu gutem Essen und tollen Getränken, die uns verbindet und diese wollen wir teilen! Viel Spass!

2 Kommentare zu Der Griss um den Steckerlfisch

  1. hallo!
    ich bin die betreiberin der kneipe.die besten ofenpizzen gibt es übrigends bei uns neben dem steckerlfisch. ein saibling.makrele eignet sich nicht.die saison ist von 1.april bis ende september……ansonsten danke für den guten artikel!!lg karin

    • Hallo Karin!

      Danke für dein Feedback! Wir freuen uns schon sehr auf den kommenden Sommer und das tolle Flair bei euch!

      lG

      Thomas

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